Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Neue Exportrichtlinien in der
Ukraine, zu der auch ein Zollverfahren für Getreideexporte gehört, wären
eine gute Idee, meint laut Zitat von btb.tv Ken Ash, der Leiter der
Direktion für Handel
und Landwirtschaft der OECD. Seiner Meinung nach würden die Kosten für
Getreide abnehmen, wenn die Regierung vorhersehbarere, konsistentere und
transparentere Zollverfahren einführen würde. Ein weiterer Faktor, der
den weltweiten Getreidemarkt in diesem Jahr stabilisieren würde, seien
seiner Meinung nach die Rekordernten in der Ukraine und in mehreren
anderen Ländern.
Nach der Einführung der neuen Zollrichtlinien
müssen Getreideexporteure nur noch die phytosanitärische und
radiologische Zertifizierung einreichen, informierte der Branchenanalyst
Ruslan Shvets, Leiter von AgroNews, in seinem Kommentar für
latifundist.com. "Die Regierung hat alle notwendigen Massnahmen für
einen freien und ungehinderten Getreideexport eingeführt", erklärte
Shvets.
Die neuen Zollverfahren wurden in der Ukraine mit dem
Zollkodex von 2012 eingeführt. Der Kodex reduziert die
Dokumentationsarbeit für den Zoll und verkürzt die maximale
Verfahrensdauer von 24 auf 4 Stunden. Darüber hinaus kann nun jedes
Zollamt für die Bearbeitung gewählt werden.
Die neuen
Zollverfahren würden den Getreidesektor intensivieren und Korruption bei
Zollbehörden nahezu unmöglich machen, meinte Shvets. Infolgedessen sind
die Getreideexporte seit Beginn des Wirtschaftsjahres um 24 Prozent
gestiegen. Darüber hinaus könnten die Preise für die Logistik von
Getreide ebenfalls sinken, wodurch die Händler von höheren Gewinnen und
die nationale Wirtschaft profitieren könnten. Die Ukraine plant, ein
Spitzenwert von 28 Millionen Tonnen Getreide in diesem Wirtschaftjahr zu
exportieren.
Es wird erwartet, dass die Ukraine dieses Jahr zu
den fünf weltweit grössten Getreideexporteuren gehören wird, erklärte am
15. August 2013 der Minister für Agrar- und Nahrungsmittelpolitik
Mykola Prysyazhnyuk. Die Ukraine strebe danach, der zweitgrösste
Getreideexporteur der Welt nach den USA zu werden, erklärte er. Das
osteuropäische Land zielt darauf ab, 10 Prozent Marktanteil im
Getreidemarkt zu erlangen, von dem erwartet wird, dass er im Jahr 2013
286 Millionen Tonnen umfassen wird.
Im Jahr 2013 könnte die
Ukraine zum drittgrössten Maisexporteur, viertgrössten Gerstenexporteur
und sechstgrössten Weizenexporteur werden. Die Ukraine hat seinen
Getreidehandel inzwischen auch bis nach Asien ausgeweitet. Derzeit
werden Weizen, Gerste und Soja aus der Ukraine von den chinesischen Behörden zertifiziert.
Interessanterweise
erklärte Prysyazhnyuk im Juni 2013, dass die USA plane, den Import von
Getreide aus der Ukraine näher in Betracht zu ziehen.
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